„Wo ist Behle?“, fragt einst in den 80er Jahren verzweifelt Langlaufreporter-Legende Bruno Moravetz auf der Suche nach dem besten deutschen Skilangläufer, der aber nicht kam und nicht und nicht kam, irgendwo im Feld nach hinten durch gereicht worden war. Die Frage „Wo ist Bohl?“, stellte sich den Zebras dagegen nur ganz kurz …
Denn am Ende war’s dann doch eine klare Sache. Steffen Bohl, der bei der letzten Drei-Kilometer-Marke noch hinter der Führungsgruppe um Kevin Wolze, Dennis Grote und Michael Gardawski lag, entschied den MSV-Triathlon am Mittwoch, 18. Juni 2014, im Trainingslager im thüringischen Eisenach für sich.
„Natürlich bin ich ehrgeizig … aber Steffen hat mir mit seinen 30 Jahren dann doch das Stück Erfahrung vorweg gehabt. Da bin ich am Ende nicht mehr hinter her gekommen!“, gratulierte der aus Freiburg zum MSV geschwommene, pardon: gekommene Tim Albutat, der schlussendlich als Zweiter ins Ziel kam.
Gegen 10 Uhr war er mit den übrigen Zebras – der leicht angeschlagene Deniz Aycicek absolvierte ein Aquajogging – zum 300-Meter-Schwimmen ins kühle Nass gesprungen, dann folgten 18 Kilometer auf dem Rad über die Höhen des Thüringer Waldes, ehe ein 6-Kilometer-Lauf den Triathlon beendete.
„Ich tippe auf Grote, Bohl, Wolze oder Gardawski“, orakelte Trainer Gino Lettieri nach dem Radfahren. Eine Vierergruppe um Michael Ratajczak, Wolze, Gardawski und Grote hatte auf dem Sattel eine ebenso gute wie flotte Figur gemacht und die nach dem Schwimmen führenden Fabian Schnellhardt und Tim Albutat überholt und ging als Führungsquartett auf die Laufstrecke. Am Ende sollte der Coach aber Recht behalten.
Gino zeigte sich nach der schweißtreibenden Einheit – am Nachmittag geht es dann noch einmal auf den Rasen – zufrieden. „Die Jungs“, lobte er, „haben es gut gemacht. Das A und O ist der Wettkampf, und ich bin sicher, dass sie sich mit solchen Trainingsformen auch noch weiter steigern.“
Überhaupt zeigt sich der neue MSV-Trainer von den Einheiten und den Möglichkeiten im Eisenacher Pentahotel beeindruckt: „Wir haben hier die nötige Ruhe, sehr gute Bedingungen im Hotel und auf den Strecken. Das ist richtig gut!“