Wer über das rechte Tor des gemütlichen Rasenplatzes des FC Eisenach schaut, der sieht weit hinten auf den Hängen des Thüringer Waldes die Wartburg, das Wahrzeichen Eisenachs. Doch so weit kommen die Blicke der Zebras in diesen Tagen im Trainingslager meist gar nicht …
So oft ist Trainer Gino Lettieri mit seinem Team nämlich überhaupt (noch) nicht auf dem Platz. Eine langer Lauf am Dienstag nach der Ankunft, der Triathlon am Mittwochvormittag, dann am Mittwochnachmittag eine weitere Zwei-Stunden-Einheit mit Kraft-, Sprint- und Stabi-Übungen auf dem Platz – die Tage in Thüringen sind wirklich gut ausgefüllt für unsere Zebras.
Der Donnerstag, 19. Juni 2014, startete noch vor dem Frühstück mit einer lockeren Laufeinheit. Dann am späten Vormittag zwei ganz intensive Stunden auf dem Platz des FC Eisenach, der noch flugs vor dem Eintreffen des Teams frisch gemäht wurde – der rasende Rasenmäherfahrer hätte in der anliegenden „Zone 30“ sicher ein gutes Bild abgegeben, hätte dort ein „Blitzer gestanden :)
Bei der Einheit auf frisch gemähtem Grün standen dann in der mittleren Sequenz auch Ball und Taktik im Mittelpunkt. Immer wieder ließ Lettieri den Spielaufbau üben, korrigierte mit klaren und verständlichen Anweisungen, lobte und kritisierte – aber nie, um Fehler zu bemängeln, sondern immer, um die Jungs zu verbessern. Mit sachdienlichen Hinweisen, wie es bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ immer so schön heißt …
Am Nachmittag ging es dann wieder um die Grundlagenausdauer. Andreas Tappe, Geschäftsführer von MSV-Partner Vita und im Trainingslager in Thüringen für die Athletik verantwortlich, ging mit den Zebras noch einmal rund eine Stunde im Thüringer Wald auf die Pirsch – im wahrsten Sinne des Wortes, kommt doch gerne schon einmal ein Reh plötzlich quer über den Waldweg geschossen.
Noch bis zum Sonntag rennt der MSV hier am Rande des Rennsteigs. Dann geht es wieder in die Heimat zurück. Zu Hause ist es ja schließlich irgendwie doch am schönsten …